Blume vor blauem Hintergrund

FAQ (Häufig gestellte Fragen)

Hier finden Sie Antworten auf einige Fragen, die sich bei einem Wunsch nach Beratung oftmals stellen:

Ich bin nicht evangelisch oder gehöre keiner Kirche an – kann ich trotzdem in eine evangelische Beratungsstelle gehen?

Ja, die evangelischen Beratungsstellen stehen jedem offen, egal was Sie glauben oder welcher Nationalität Sie sind. Die Mitarbeitenden in den evangelischen Beratungsstellen arbeiten auf der Grundlage eines christlichen Menschenbildes, wir werden Sie aber nicht missionieren, sondern begegnen Ihren Überzeugungen und Ihren Werten mit Respekt.

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Brauche ich einen Krankenschein oder eine Überweisung vom Arzt?

Nein. Die Beratungsstellen rechnen nicht mit den Krankenkassen ab, und Sie müssen auch nicht vorher zum Arzt gehen, bevor Sie in eine Beratungsstelle kommen.

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Was kostet mich die Beratung?

Die Arbeit der Beratungsstellen wird aus Kirchensteuern bezahlt. Hinzu kommen in der Regel Mittel des Landes und der Kommunen und Kreise. Für Sie als Ratsuchende ist die Beratung kostenlos. Allerdings gehen die zur Verfügung stehenden Gelder auf allen Ebenen zurück. Viele Beratungsstellen haben deshalb Fördervereine gegründet und freuen sich auch sonst über Spenden. Mit Ihren Spenden helfen Sie, dass die Arbeit auch den Ratsuchenden noch angeboten werden kann, die nach Ihnen die Beratungsstelle aufsuchen. Wenn Sie spenden können und wollen, erhalten Sie eine Spendenquittung, die Sie mit Ihrer Steuererklärung einreichen können.

Auf jeden Fall gilt: Ihre Spende ist freiwillig und am Geld scheitert keine Beratung!

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Welche Beratungsstelle ist für mich richtig?

Die evangelischen Beratungsstellen arbeiten meistens als so genannte integrierte Beratungsstellen. Das heißt, Sie finden Erziehungs- und Familienberatung und Ehe- und Lebensberatung unter einem Dach, sehr oft auch noch die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung. Bitte klären Sie durch einen Anruf in der von Ihnen ausgewählten Beratungsstelle, ob Sie dort die für Ihre Fragen richtige Beratung bekommen können. Die Beraterinnen und Berater und die Mitarbeitenden in den Sekretariaten kennen sich in der Regel mit dem Beratungsangebot in der Region gut aus und können Sie ggf. an die für Sie passende Beratungsstelle verweisen.

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Wer berät mich eigentlich?

Die Fachkräfte in den Beratungsstellen haben Berufsausbildungen in den Fachrichtungen Psychologie, Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Pädagogik und Theologie. In der Regel verfügen die Beraterinnen und Berater über eine oder auch mehrere beraterische und therapeutische Zusatzausbildungen, einige sind approbierte Psychologische Psychotherapeuten bzw. Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeuten. – Im Bedarfsfalle können medizinische und juristische Fachkräfte hinzugezogen werden.

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Wie lange muss ich auf einen Termin warten?

Das hängt ein bisschen davon ab, wie die Beratungsstelle Ihren Betrieb organisiert hat. In der Regel erhalten Sie in der Erziehungsberatung und in der Ehe- und Lebensberatung innerhalb von höchstens 14 Tagen einen Termin für ein erstes Gespräch. Mit Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater klären Sie dann, wie es weitergehen soll. Viele Beratungsstellen haben außerdem eine so genannte offene Sprechstunde. Hier können Sie – ähnlich wie in vielen Arztpraxen - ohne eine feste Terminvereinbarung zu einem Gespräch kommen. Bitte erfragen Sie bei Ihrer Beratungsstelle, ob sie diese Möglichkeit anbietet. 

In der Schwangerschaftskonfliktberatung erhalten Sie sehr kurzfristig einen Beratungstermin, oftmals noch am gleichen Tage!

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Was geschieht in dem ersten Gespräch?

In dem ersten Gespräch werden Sie ca. 1 Stunde Zeit haben, Ihre Situation zu beschreiben und zu klären, wobei Sie sich Unterstützung durch die Beratung wünschen. Sehr hilfreich kann es sein, wenn Sie sich vor diesem Gespräch folgende Fragen beantworten: 

  • Was will ich in der Beratung erreichen? Was sind meine Ziele?
    Hier geht es zunächst darum, für Sie und damit aber auch für Ihre Beraterin oder Ihren Berater herauszubekommen, wo „die Reise hingehen“ soll. Wenn am Ende der Beratung das Problem oder die Probleme zu Ihrer Zufriedenheit gelöst oder gebessert wären, wo stehen Sie dann? Wie geht es Ihnen dann mit Ihren zwischenmenschlichen Beziehungen, mit Ihrer Arbeit oder in Ihrer Freizeit? – Es hat sich herausgestellt, dass Beratung und Therapie umso erfolgreicher sein können, je klarer die Ziele sind, die Sie erreichen wollen. 
  • Was habe ich schon alles getan, um mein Ziel zu erreichen und/oder das Problem zu lösen? Und mit welchem Erfolg?
    Bevor Sie sich zu einer Beratung entschlossen haben, haben Sie sicher schon selbst einiges versucht, um Ihre Situation positiv zu verändern. Manches davon hat vielleicht zu einer Verbesserung geführt – das ist für die Beratung wichtig, weil dieses gestärkt und ausgebaut werden kann. Anderes hat vielleicht nicht so funktioniert, wie Sie es sich gewünscht hätten. Auch dieses ist für die Beratung wichtig, denn solche „Verschlimmbesserungen“ sollten zukünftig vermieden werden können.
     
  • Welche positiven Veränderungen hat es möglicherweise bis zum ersten Gespräch gegeben?
    Sie kennen das vielleicht: Sie melden sich mit Zahnschmerzen beim Zahnarzt an und wenn der Termin da ist, haben Sie kaum noch oder gar keine Schmerzen mehr. Ähnliche Beobachtungen gibt es auch in der psychologischen Beratung oder Therapie: Über 70 Prozent aller Ratsuchenden berichten beim ersten Termin, dass sich das ursprüngliche Problem jetzt etwas anders und gebessert darstellt. Die wissenschaftliche Forschung hat hierfür noch keine abschließende Erklärung. Wichtig ist aber, dass solche positiven Veränderungen wichtige Hinweise geben und Samenkörner sein können, aus denen weitere Veränderungen erwachsen. Beobachten Sie also einmal, welche positiven Veränderungen Sie bis zum ersten Gespräch in der Beratungsstelle bei sich feststellen können!

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Wie lange dauert eine Beratung insgesamt?

Das ist sehr unterschiedlich. Manchmal reicht schon ein Gespräch, um z.B. eine bestehende Unsicherheit zu beseitigen, eine begrenzte Frage zu klären oder eine Information zu erhalten. Die meisten Beratungen können nach fünf bis zehn Terminen beendet werden. Manchmal sind auch längere Zeiträume erforderlich, um eine für Sie lebbare Lösung zu entwickeln. Zusammen mit Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater werden Sie die Dauer des Beratungsprozesses abstimmen und die Erreichung Ihrer Ziele immer wieder überprüfen. – Sie bestimmen, wie weit und mit welcher Geschwindigkeit Sie auf dem Weg der Veränderung gehen wollen.

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Wie sieht es mit der Verschwiegenheit und Vertraulichkeit der Beratung aus?

Alle Mitabreitenden in einer Beratungsstelle unterliegen der Schweigepflicht nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen; ein Verstoß hiergegen ist eine Straftat. Das heißt, ohne Ihr Einverständnis erfährt kein Außenstehender, was Sie in der Beratung angesprochen haben. In Einzelfällen kann es fachlich notwendig sein, dass mit anderen Einrichtungen oder Ämtern zusammengearbeitet wird. Aber auch in diesen Fällen wird vorab mit Ihnen besprochen, ob und was an Informationen weitergegeben werden darf.

Was kann ich tun, wenn ich mich „schlecht beraten“ fühle?

Sie dürfen davon ausgehen, dass die Beraterinnen und Berater stets bemüht sind, Ihnen und Ihrem Anliegen gerecht zu werden und Ihnen mit dem notwendigen Respekt zu begegnen. Sollte dies dennoch einmal nicht oder nicht ausreichend gelingen, so sollten Sie zunächst versuchen, Unstimmigkeiten mit Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater anzusprechen. Es gibt aber Situationen, in denen das nicht möglich ist. In vielen Beratungsstellen gibt es ein geordnetes Beschwerdeverfahren. Andernfalls sind die Leitungen der Beratungsstellen bzw. deren Vorgesetzte die richtigen Ansprechpartner für Sie. Sie können sicher sein, dass Ihre Beschwerde ernst genommen und jeder Beschwerde nachgegangen wird und dass Sie über den Ausgang Ihrer Beschwerde informiert werden.

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